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Besuch auf dem Kahlen Asten
Entwurf eines Artikels für die Geo 10/1984, verfaßt von einem gewissen X. A., gefunden in einer unlängst versteigerten Briefmarkensammlung, Schwerpunkt Trinidad & Tobago. Der Artikel wurde übrigens abgelehnt.
(Einleitung und Bearbeitung von Georg Szwillus)
Wir schreiben das 1983, ein kaltnasser Tag auf dem sturmumtosten Gipfel des Kahlen Astens. Hier in der Abgeschiedenheit seiner Berghütte besuchen wir Jupp Huygens zu einem Interview. Wir werden von ihm zwar an der Tür empfangen, mit einer Plastikeimer auf dem Kopf, aber mit dumpfer Stimmer weist er uns ab. Wir hätten vergessen, „die richtigen Devotionalien mitzubringen: Ein frisch erlegtes Nilpferd und einen Korb mit tropischen Früchten“, klärt er uns auf.
Weil wir wissen, wie hartnäckig Huygens ist, versuchen wir gar nicht erst ihn zu überzeugen, sondern machen uns auf den Abstieg. Als wir etwa zweihundert Meter weit gekommen sind, hören wir dumpfes Gebrüll. Wir sehen uns um, und da steht er mit wallendem Haar, die Hände gen Himmel erhoben und ruft zu uns herunter: “De Blotten sen prall. De Bladderkram en het Krustengurz pertroyben der Flekken. Min Hart sin kruustik.“ So bekommen wir zumindest eines der begehrten Huygens-Zitate. Tiefgründig verklausuliert und lebensfroh Wahrheiten entblößend, wie wir sie kennen und lieben. Außerdem hier eine Abbildung Jupp Huygens', welche von Augenzeugen (alle mittlerweile verstorben) als „nicht vollkommen unähnlich“ eingestuft wurde.
