Gedichte

sind wie Stiefel. Man kann sie sich anziehen oder nicht.

 

 

Die Scherbe

Stumpfgeschliffen liegt sie im Sand
Vergessn'er Tage blindes Pfand
Das Funkeln – nur noch Erinnerung
Wie sonst nur in der Dämmerung

Die Kanten wurden ihr genommen,
das Brennglas ist nur kalt.
Ihr Bewusstsein, schon benommen,
versteht: sie ist zu alt.

Sie ist nicht mehr die alte Scherbe,
sondern lediglich ihr eig'nes Erbe

(Karl Szwillus)




4 Kommentare
new tissot schrieb am 15.02.2012 10:00
missezefron schrieb am 13.02.2012 07:29
Karl schrieb am 03.01.2010 13:44

Alles so, wie es sein soll.

Peter schrieb am 20.05.2007 17:14

wieso ist hier ein gedicht direkr auf der ersten seite, hat das eine besondere bedeutung? oder ist das ne technische panne?

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