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Spykostris-Interview: "De scientia carnivorus irae"
No-Site Autor Heinz Grunewald (*Name von der Redaktion geändert) traf sich anlässlich des neu erschienenen Buches "De scientia carnivorus irae" mit Autor Dr. Ivo Spykostris am Rande einer anonymen Buchmesse.
No-site: Sehr geehrter Herr Spykostris, in „De scientia carnivorus irae“ - Ihrem in selbsterdachtem Pseudolatein verfassten theologischen Hauptwerk, das hier zur Buchmesse erschienen ist, erwähnen Sie die Möglichkeit der Existenz Gottes, wie hat man sich das vorzustellen, und was ist daran das Neue?
Dr. Ivo Spykostris: Zunächst einmal handelt es sich bei „De scientia carnivorus irae“ in der Tat um den erfolgreichen Versuch ein endgültiges Werk zu verfassen, dem nichts mehr folgen kann. Falsch ist ihre Behauptung, die Möglichkeit einer Existenz Gottes werde erwähnt. Vielmehr ist die Möglichkeit einer Existenz bereits Gott und damit denkbar simpel.
No-site: Gott ist also bereits dann, wenn etwas ist. Aus Dasein folgt Gottsein?
Dr. Ivo Spykostris: Das ist richtig. Aber natürlich arg vereinfacht ausgedrückt. Die deutsche Sprache ist hier unpräzise.
No-site: Deshalb haben Sie also eine neue Sprache erfunden, um Gott zu denken, ihn in Sprache zu fassen?
Dr. Ivo Spykostris: Das ist falsch. Weiter von der Wirklichkeit entfernt könnte eine Aussage kaum sein. Das „Latinoide Gallo-Orkisch“ ist in keiner Weise geeignet, die von mir angesprochenen Sachverhalte präziser, verständlicher oder angenehmer zu formulieren, als irgend eine andere Sprache, abgesehen vielleicht von Isländisch, was ich nicht spreche. LGO – wie ich es nenne – klingt aber auf seine Art und Weise sehr lustig und gefällt vielen, die es hören.
No-site: Dann formulieren Sie doch bitte die Hauptthese Ihres Buches so knapp und deutlich, wie es geht!
Dr. Ivo Spykostris: Exopyroideogastronomie.
No-site: Glauben Sie an Gott, Herr Spykostris?
Dr. Ivo Spykostris: Da Sie mein Buch gelesen haben, halte ich diese Frage für absurd.
No-site: Ihrem Buch zufolge glauben Sie an Gott als eine Art Festtagskuchen mit Zuckerguss.
Dr. Ivo Spykostris: Genau. Mit 14 Kerzen. Das ist wichtig.
No-site: Wollen Sie das wirklich so stehen lassen? Die Leser dieses Interviews könnten verwirrt sein durch diese Aussage.
Dr. Ivo Spykostris: Aber das ist überhaupt nicht meine Absicht. Sehen Sie, deshalb gebe ich so ungern verbale Interviews. Mit Ausdruckstanz und Meditationsgesängen ließe sich mein Standpunkt viel deutlicher ... verdeutlichen.
No-site: Sie glauben also an Gott. Wie läßt sich das mit Ihrem letztes Jahr erschienenen Buch „Ich glaube nicht !!! - 10 gute Gründe warum Gott ein blöder Wichser ist“ vereinbaren.
Dr. Ivo Spykostris: (grinst) Da hatte mich gerade meine dritte Frau verlassen.
No-site: Die Nonne?
Dr. Ivo Spykostris: (wütend) Woher wissen Sie das?
No-site: Nur geraten.
Dr. Ivo Spykostris: Von wegen. Die Schlampe wollte Ihnen sicher die Videobänder verkaufen, die sie mir gestohlen hat. Aber ich warne Sie. Das ist hochwissenschaftliches Material und nichts für einfache Gemüter wie Sie.
No-site: Lassen wir vielleicht für's erste das Thema und kommen zu Ihrem Buch zurück...
Dr. Ivo Spykostris: Ich habe Ihnen nichts mehr zu sagen.
No-site: Herr Spykostris, vielen Dank für dieses Gespräch

Dr. Heinz, sie sind ein verdammt mutiger Gastautor. Sich dieser ausgewiesen irrlichternden Persönlichkeit zu stellen und solch präzise Vorstellung herauszupressen verdient allen Respekt.
Der sei hiermit erwiesen