02/12 2006

Und sie versuchen es doch ...

(von Jupp Huygens - Transkription von Georg Szwillus)

Viel wurde schon geschimpft über meinen Nachweis infamer Bilanzfälschungsversuche extraterrestrischer Lebewesen. Selbst in wohlmeinenden Kreisen wurden meine ausgedehnten Nachforschungen eher belächelt. In diesem kurzen Text werde ich einen letzten Versuch unternehmen alle Zweifler von der Richtigkeit meiner These zu überzeugen.

Wenn mir Kritiker, wie zuletzt auf einer dunklen Messe im kriminellen Untergrund Beckums geschehen, vorwerfen, die Ergebnisse meiner Studie hätten keinerlei praktischen Nutzen, so möchte ich ein für alle mal klarstellen, daß weder theoretische noch praktische Auswertbarkeit meiner Arbeit jemals Zielsetzung gewesen sind. Jeder Idiot sollte sich bewußt sein, daß Bilanzfälschungsversuche niemanden interessieren, solche extraterrestrischer Lebenwesen noch weniger als solche unserer eigenen Welt. Die Arbeit wurde von mir aus reinem Hedonismus angefertigt. Ich fand es geil. Das ist alles und noch viel mehr.

Wenn ich andererseits höre, extraterrestrisches Leben lasse sich nicht aus den Lehren der Kyllandrologie ableiten, so muß ich noch einmal betonen, wie sehr uns ein weiterer Grundlagentext über diese viel vernachlässigte Wissenschaft fehlt. Ein Text, der so einfach geschrieben ist, daß ihn jeder versteht. Die Quintessenz dieses Textes könnte grob vereinfacht lauten: Aus der Kyllandrologie läßt sich (beinahe) jedes wichtiges wissenschaftliche Konstrukt ableiten. Sie kommt einer allumfassenden Theorie der Welt am nächsten. Allenfalls schießt sie dabei ein wenig über das Ziel hinaus, ist also mehr als allumfassend – eine hyperkomplette Theorie.

Oder kürzer: Kyllandrologie ist cool!

Extraterrestrisches Leben läßt sich also tatsächlich aus der Kyllandrologie ableiten, es gibt sogar ein unveröffentlichtes Buch von mir (nach Notizen von Dr. Ivo Spykostris) zu diesem Thema. Die von uns abgeleiteten, mit einer theoretischen transdimensionalen Energie geladenen Wesen sind wahrscheinlich unsichtbar und ungeschlechtlich, lassen sich aber mit modifizierten (aufgemotzten) Geigerzählern nachweisen, und scheinen sich über eine Art Sphärenmusik peristraltischer Schwingungen zu verständigen. Nicht nur die Wesen selbst, sondern auch die Existenz ihres extraterrestrischen Lebens ließe sich demzufolge aus der Kyllandrologie ableiten.

Aber darum ging es mir ja nie!

Ich wollte lediglich infame Bilanzfälschungsversuche extraterrestrischer Lebewesen nachweisen. Das ist alles und noch viel mehr. Kyllandrologie eben.

Niemand hat bisher versucht, sich Gedanken über den Sinn menschlichen Lebens zu machen. Zumindest niemand, den  I C H  anerkenne. Daraus folgt, daß menschliches Leben existiert. Und Menschen fälschen Bilanzen. Das ist bekannt. Und trotzdem ist es unerhört schwierig, den bloßen Versuch einer Bilanzfälschung zweifelsfrei und lückenlos zu beweisen. Trotzdem ist keiner der verehrten Kollegen der Weltwissenschaft bereit, meine Kühnheit anzuerkennen, wenn ich derlei Nachweise nun bezogen auf eine allgemein gefaßte, nicht notwendigerweise existente extraterrestrische Lebensform zu formulieren versuche. Mit Verlaub: Das kotzt mich an.

Leider wurde ich beim Schreiben dieser Einleitung jetzt so wütend, daß ich mich nicht mehr in der Lage sehe, den eigentlichen Hauptteil unbehelligt zu verfassen. Den interessierten Leser verweise ich auf den eigentlichen Text “Der Nachweis infamer Bilanzfälschungsversuche extraterrestrischer Lebewesen“ in „Der Kyllandrograph“ Ausgabe 10/1976.

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Diese Wutschrift verfaßte Jupp Huygens einen Tag vor seinem vermeintlichen Selbstmord - seinem bis dahin siebten - am 12. Juni 1978.

Der von Huygens zu recht beklagte Mangel an leichtverständlichen Einführungstexten zur Kyllandrologie ist mittlerweile glücklicherweise behoben. Schauen Sie sich etwa den auf unserer Site veröffentlichten Festvortrag von Dr. Ivo Spykostris einmal an.

(Georg Szwillus)




1 Kommentar
Emil schrieb am 19.05.2012 03:51

Ich glaube, da soltle sich jemand mal noch die von Steven Moffat geschriebenen Folgen der anderen vorherigen Staffeln anschauen denn dann kann man nachvollziehen, warum die Fans richtig aufgeregt waren als es hiedf Moffat wfcrde der neue Produzent und Showrunner werden. Zumindest die letzte Folge mit River das ist wf6rtlich gemeint fcbrigens soltle man nachholen. Vierte Staffel. Die auf dem Bibliotheksplaneten. Hey, Moffat hat ffcr seine anderen Folgen regelme4dfig den HUGO eingesackt: The Empty Child/The Doctor Dances . Girl in the Fireplace . Und BLINK! Oooohhh, BLINK! Dritte Staffel, unbedingt anschauen gehen. Aber nicht nachts. Wobei ich sagen muss, es waren auch einige Folgen in der aktuellen Staffel dabei, die deutlich schwe4cher waren als das, was Moffat vorher gemacht hat. The Beast Below ja originell und nett, aber Moffatt kanns besser. Immerhin war zumindest alle Folgen mehr oder weniger annehmbar gut, diese Vampire in Venedig, na ja Und Vincent-Ende war sowas von kitschig und die Auflf6sung sowas von einfach. Nun ja.Ansonsten kann ich Matt Smith mittlerweile als Doctor akzeptieren. Na ja, bis auf Doctor Nummer Sechs kann ich alle akzeptieren, Tennant fand ich am Anfang furchtbar, dann hat er sich etwas beruhige. Ich denke, Smith wird sich jetzt in die Rolle eingefunden haben. Mal schauen, was das Weihnachtsspecial bringt.Ad Astra