Shiftig, slipping and sliding, stability

Einen neuen Text zu beginnen ist schwierig. Weiße Fläche, auf der ein kleiner schwarzer, blinkender Strich die Bereitschaft der Textverarbeitung anzeigt. Beginnt man, so weiß man doch, dass es nicht wirklich der Anfang ist, der dort steht, sondern lediglich der Punkt von dem aus die Argumentation geführt, Geschichte erzählt oder Meinung vertreten wird.

Dann bewegt sich der Cursor über den Bildschirm und spinnt einen Faden, der nur zu leicht verloren wird, sich aufsplittet und im besten Fall kunstvoll wieder aufgenommen wird. So wird eine Idee von dem aufgebaut, was der zukünftige Leser – und sei es nur der Autor selbst – mitnehmen soll, verstehen soll.

„ Am Anfang war das Wort.“ - „Die Welt ist alles, was der Fall ist“ - „The Artist is the creator of beautiful things“

Ein irreführender Beginn. Denn es geht um eine ganz andere Sache, der die Idee mit dem Anfang eigentlich fast egal ist, denn sie bewegt sich im Kreis. In Kreisen.
Slip-Sliding away, on the thin ice of a new day.

Der ständige Wechsel im Leben ist das Problem, aber es ist nicht zu lösen und schon gar nicht in Textform. Eine Textverarbeitung ist nicht möglich. „Aufpassen, dass sich nichts verschiebt (Ebenen)“. Auf der Hüpfburg des Lebens sprang er, bis ihm klar wurde, dass er in regelmäßigen Abständen von den gleichen Wänden abprallte und es ihm nicht möglich wäre, über die Zinnen der luftgefüllten Gummi-Mauern zu schauen.

Das Ausbalancieren menschlicher Beziehungen zueinander ist ein stetes Ringen um einen nicht zu erfüllenden Idealzustand. In permanenten Kreiselbewegungen, im dauernden Auf und Ab zwischen den bunten, weichen Begrenzungen der Burg stößt man zwangsläufig aneinander.

Morgens wachte er auf, um sich zu fragen, was heute seine Laune wäre. Es gab guten Grund, schlecht gelaunt zu sein, traurig und depressiv. Er entschied sich spontan für das Gegenteil, wollte eine Differenz konstituieren. The thin ice of a new day. Was würde sich heute bewegen, hätten die Beziehungen des gestrigen Tages heute noch Bestand, was würde sich ändern?

Das Leben ist ein Komposteimer, in den Du jeden Morgen blind hineingreifen musst. Glückskeksverdächtig ziehst Du das Motto des Tages und manchmal sind Dinge dabei, die gar nicht in die Biotonne gehören.

Die obigen Zeilen sind unter der Prämisse zu lesen „Worüber man nicht sprechen kann, darüber soll man schweigen“, das war schon mal der letzte Satz in einem Buch.

(von Karl Szwillus)




1 Kommentar
Tyler schrieb am 19.05.2012 07:47

Das mit den Blogroll-Links auf bekannte Blogger, die swseioo nicht zur cklinken, hatte ich ja schon angesprochen. Ja, vielleicht sollte man die Blogroll ganz bewusst f r Blogs reservieren, die weniger bekannt, aber die im engeren Umfeld stehen. Ich habe z.B. die meisten derjenigen verlinkt, die irgendwie an der Studie beteiligt waren oder irgendwie kooperiert haben wobei da noch einige Links sind, die ich reingenommen habe, weil ich die Blog-Inhalte gut finde, wie z.B. Jarvis.Ich hatte den del.icio.us-Feed hier auch schon drin, aber der sah so grauenhaft aus, und lie sich nicht ndern, dass ich ihn wieder rausgenommen habe. Aber hinsichtlich der Links sollte ich das doch wieder tun. Es ist einfach eine Art der Anerkennung.Dass eure Nutzer das nicht tun, kann ich gar nicht verstehen. Vielleicht hat das was damit zu tun, dass das Bewusstsein, ber Links Anerkennung zu vermitteln, immer noch nicht wirklich da ist.

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