Der Schulweg

Das Kasperle ging zur Schule. Auf dem Weg traf es ein Krokodil. Dieses war furchtbar erbost und genehmigte sich ein Stück von Kasperles Beinchen. Worauf’s Kasperle schrie. Es blutete sehr und mußte ärztlich behandelt werden. Das sah auch das Krokodil ein. In seinem Handy hatte es aber nur die Telefonnummer eines Tierarztes. 10 Sekunden später war Pferdedoktor Udo auch schon da. Fachmännisch trennte er aus Gründen der Symmetrie erstmal Kasperles zweites Bein ab.

Das Ganze hatte auch was gutes: Die Großmutter konnte beim Schreiner einen wesentlich kleineren Sarg in Auftrag geben, was ihr gut und gerne 3 Taler sparte. Da war sie sehr glücklich und kaufte sich eine neue Schürze. Diese war rot und hatte weiße Punkte, wie die meisten ihrer Schürzen. Nichtsdestoweniger brachte sie dieser Frustkauf aber ohne weiteres über die Trauer um Kasperle hinweg.




2 Kommentare
Polly schrieb am 19.05.2012 08:58

Interessanter Gedanke! Ob der Maschinen- und Werkzeughändler das bestätigen kann? Mir fällt jedenfalls parallel dazu auf, dass schöne und handwerklich anspruchsvolle Möbel vermehrt nur noch von Hobbyschreinern gebaut werden. Überhaupt sind die Möglichkeiten die dem motivierten Amateur geboten werden sehr weitgehend in diesem, von einem traditionellen Beruf abgeleiteten Hobby. Überspitzt ausgedrückt zerstört die Industrialisierung das bestehende Berufsbild und das Handwerk überlebt in den Hobbywerkstätten. Verkehrte Welt!

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Peter schrieb am 20.05.2007 17:08

ganz schön gemein, auch wen ichs nich so verstehe.