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Ein Gedicht zum Spätsommer
Grau, grau, grau brüht der Enzian.
Immens ist der Verlust an Wissen.
Auch wenn sich kein Härchen krümmt,
so ist doch ein Teil verloren.
Braucht der Regen die Sonne,
braucht die Liebe ein Sommerhaus im Grünen?
Und falls nicht,
wer garantiert mir einen freien Abzug meiner Truppen?
"Bast, es gibt Past!", sagt Muttchen zum Sohn,
und wenn dir das nicht schmeckt, gibt's Haue.
Liebe Verehrte,
es braucht keinen Physiker um die richtigkeit folgender
Formel zu beweisen:
Doppelte Fröhlichkeit ersetzt nicht den Zimmermann.
Listig blies der Sommerwind,
herbei ein schlankes Winterkind.
Das Winterkind hat Husten,
deshalb schneit es nicht.
Als die Sonne sich senkte, verschwand ein Steinklumpen
im Schatten einer Säule.
Verstohlen lugte er hervor und fing an zu leuchten,
ja brennen, wie Feuer, nur heiß.
Ähnlich einem Laib Brot im Kühlschrank,
bevor er gebacken wird.
Kaspar David läuft geschwind herbei,
er hat keine Beine mehr.
Dies gereicht ihm zum Vorteil beim
Lauf der Hürden, denn so wird er sich nicht
in den Hindernissen verhaken.
Ulmen wiegen sich zart im Wind,
ein Indianer singt ein stummes Lied.
Das Kanin lauscht, es wird aber
von einem Hirschchen geweiht.
Kaspar David, du grünes Huhn,
lausche dem Lied des Windes.
Und iß endlich deine Kartoffelsuppe.
Nicht.
Es sind diese Klassiker, die Musikgeschichte schrieben,
die es noch heute vermögen uns im innersten unseres Herzen zu bewegen.
(von Georg Szwillus)